Da das erste angesetzte Spiel dieser Saison gegen BBS kurzfristig abgesagt wurde, spielten die 3. Damen am 22.09. in der ASO ihre erste Partie der Saison gegen die erste Damenmannschaft des Friedenauer TSC. Dieser Gegner begleitet unsere Mannschaft seit der ersten gemeinsamen Saison 2010/2011, damals als direkter Konkurrent um den ersten Tabellenplatz in der Bezirksliga und den Aufstieg in die Landesliga. Allerdings hat es seitdem einige Veränderungen in unserer Mannschaft gegeben: So spielen wir nach einem Tausch der Ordnungszahl nun als 3. Damen (statt als 2.) in der Landesliga A, haben mit Kadir einen neuen Trainer und einige Abgänge sowie zahlreiche Neuzugänge aus der wU19 und von anderen Vereinen zu verzeichnen. Das Spiel war somit auch ein erster Prüfstein, zu ermitteln, inwieweit die Mannschaft bereits spielerisch zusammengewachsen ist und ob sich die intensive Off-Season-Vorbereitung ausgezahlt hat.

Bereits im ersten Viertel zeigte sich die defense- und kampfbetonte Grundtendenz des Spiels, so dass erst in der 4. Minute der erste reguläre Feldkorb fiel (3:2). Wir ließen uns dadurch jedoch nicht abschrecken, sondern konnten unsere geübten Systeme anwenden, was zu einigen gut herausgespielten freien Würfen und Korblegern sowie mehrmals an die Freiwurflinie führte, wo wir leider einige Punkte liegen ließen. Das erste Viertel endete daher nur mit einem kleinen Vorsprung (10:5). Im zweiten Viertel konnten wir die erfolgreiche Spielweise fortsetzen, so dass wir mit einer 10-Punkte-Führung in die Pause gingen (22:12) – ein Vorsprung, auf dem man sich nicht ausruhen sollte, wie sich dann auch in der zweiten Spielhälfte schnell zeigte.

Während Friedenau offensichtlich erholt und motiviert aus der Pause kam, verfielen wir im Spiel in Hektik und machten viele unnötige Fehler, die zu zahlreichen Turnovern führten. Auch unsere Stärke im Rebound aus der ersten Spielhälfte war passé, so dass die Gegnerinnen einen 7:0-Run in den ersten vier Minuten hinlegten. Da unsere Offense kaum noch ein kontrolliertes Spiel im Halbfeld zeigte, war der Vorsprung zum Ende des dritten Viertels dahingeschmolzen (26:26).

Ein Wechsel auf Zonen-Verteidigung im vierten Viertel brachte dann die Wende, so dass wir insbesondere den Größenvorteil von Friedenau auf der Center-Position besser in den Griff bekamen und zudem zahlreiche Turnover des Gegners forcieren konnten. Die resultierenden Fast Breaks konnten häufig nur durch Fouls gestoppt werden, so dass unsere Spielerinnen regelmäßig an die Freiwurflinie gelangten. Leider zeigte sich auch hier wieder die Nervosität, unter anderem in acht misslungenen Freiwürfen in Folge. Trotzdem schafften wir es, in der vorletzten Spielminute erstmals wieder in Führung zu gehen (36:34) und diese dank guter Defense mit lautstarker Unterstützung des Heimpublikums in den letzten spannungsgeladenen Sekunden auch nicht mehr abzugeben. Der Endstand war daher denkbar knapp (37:35), was er nicht unbedingt hätte sein müssen. Insgesamt ließen wir im Spiel 27 Punkte an der Freiwurflinie liegen, davon allein 13 im letzten Viertel.

Die erste Prüfung für die „neuen“ 3. Damen zeichnete sich also durch einige bekannte Schwächen und Stärken der „alten“ 2. Damen aus, die nicht nur bei Coach Chrille (vielen Dank für den Support!) für ein paar nervenaufreibende Déjà-vu-Erlebnisse gesorgt haben dürften.