2.Damen vs BBS: Fünf Minuten für ein ganzes Spiel

Nach acht Spieltagen in der Damen Oberliga zeichnet sich ab, dass das Credo der letzten Saison „jeder kann jeden schlagen“ dieses Jahr nicht gelten wird. Mit Alba, Hellas und Spandau kristallisieren sich drei Favoriten um die Berliner Meisterschaft 2017/18 heraus. Für unser Spiel gegen BBS war klar: mit einem Sieg wollen wir den Anschluss an die Spitze halten. Mit einer Niederlage versumpfen wir im
Mittelfeld. Es wäre übertrieben, die Damen von BBS einen Angstgegner zu nennen, aber die Erinnerungen an die letzten Spiele sind nicht die besten. BBS ist ein gut miteinander eingespieltes und gleichzeitig junges Team, das trotz des kleinen Kaders über 40 Minuten schnellen Basketball spielt. Wir hatten uns daher vorgenommen, von Anfang an in der Verteidigung die Gegnerinnen stark unter Druck zu setzen, im Angriff cool zu bleiben und unsere körperliche Überlegenheit unter dem Korb auszuspielen.

Sabine, Jule, Görkem, Sara und Saskia starten und legen in den ersten fünf Minuten das hin, was man Bilderbuch-Basketball nennen kann. Jule eröffnet selbstbewusst mit einem Dreier, Sara legt im nächsten Angriff aus der Mitteldistanz nach. In Minute 2 punktet BBS das erste Mal und muss dann über Minuten zusehen, wie bei uns jeder Wurf in den Ring fällt. Die Trefferquote liegt über Minuten bei 100 % und die gleichzeitig werden die Gegnerinnen durch eine Presse zu Ballverlusten gezwungen. Das Tempo ist hoch, die Stimmung auf dem Feld und der Bank fantastisch. Nach fünf Minuten sind 22 Punkte erzielt. BBS, wir und die Zuschauer schauen ungläubig auf die Anzeigetafel: so viele Punkte machen wir manchmal nicht in einer Halbzeit! BBS kann im ersten Viertel nur noch von der Freiwurflinie punkten. Nach 10 Minuten steht es 29:5.

Das zweite Viertel beginnt ähnlich intensiv wie das erste – im Angriff fällt nicht mehr alles, aber die Gegnerinnen scoren erst nach drei Minuten. Danach gestaltet sich das Viertel ausgeglichen: übermotiviert vom ersten Viertel drehen wir zu sehr auf, erzwingen Würfe und machen vermeidbare Fehler. Halbzeitstand 45:21.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Wir scheinen von den ersten fünf Minuten für den Rest des Spiels euphorisiert und Coach Tom kann allen Spielerinnen viel Spielzeit geben. Das Tempo bleibt hoch, wir zwingen BBS zu Fehlern und belohnen uns selbst dafür im Angriff. Das Spiel endet 71:31.

Fazit: Das war ein Ausnahmespiel. Wir erwischen einen Sahnetag, bei BBS scheint der Korb vernagelt. Wir beweisen, dass wir in der Tabellenspitze mitmischen wollen und können. Die gute Arbeit von Coach Tom trägt Früchte. Erst in drei Wochen geht es gegen Hermsdorf weiter. Wir freuen uns drauf!

Eure Damen 2

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