Am vergangenen Sonntag traten die ersten Herren des TuS Neukölln auswärts beim VfL Lichtenrade an. Vielleicht waren die Beine und Kopf noch vom Samstagabend schwer oder die Spieler waren schon in Gedanken beim sonntäglichen Tatort. Was jedoch die Mannen aus Neukölln defensiv in der ersten Halbzeit aufs Parkett brachten, gefiel Coach Bothe so gar nicht. So kam es in einer Auszeit im zweiten Viertel dazu, dass er einmal die Stimme heben musste. Im Anschluss wussten die gegenüber sitzenden Zuschauer und die Bank der Heimmannschaft im Wortlaut, was er von der bisherigen defensiven Leistung seiner Mannschaft hielt.

Viele individuelle Fehler, vertändelte Bälle und fehlender Fokus prägten die erste Hälfte beim TuS. Aus der Sicht Neuköllns konnte Lichtenrade zum Glück aus dieser Unkonzentriertheit keinen Profit schlagen und gleichzeitig wandelte Juan „El Toro“ Haces Crespo seine Impulsivität nicht nur in spanische Fluchworte sondern auch in bis dato 12 wichtige Punkte um. Neukölln ging dadurch mit einer Dreipunkte Führung in die Halbzeitpause – 30:33.

In der Halbzeit war das gesamte Team sich einig, dass man mental nun den Schalter umzulegen hat und Coach Bothe gab dazu die nötigen spielerischen Feinjustierungen. Was danach folgte, war die wohl beste offensive Leistung, die die ersten Herren jemals in einem Viertel zu bewerkstelligen vollbrachten. Man gewann das dritte Viertel mit 14:40(!), was auch exemplarisch für den vollzogenen Systemwechsel der Mannschaft steht, den Bothe einführte. Zum Ende des dritten Viertels hin sahen die Schiedsrichter sich wohl beeindruckt von dieser Offensivleistung und gleichbedeutend selbst zu wenig im Mittelpunkt stehend. Ein alltägliches Foul eines Lichtenradener Spielers wurde unsportlich geahndet, woraufhin Diskussionen entstanden, derer Konfrontation die Schiedsrichter sich nur mit ihrer Pfeife zu helfen wussten. Aus einer mittlerweile unübersichtlichen Situation heraus wurden zwei Spieler des VfL des Feldes verwiesen. Neukölln zeigte sich mit den Lichtenradener beim Verlassen der Halle applaudierend solidarisch und um die eigene Verwunderung über die Schiedsrichter zu äußern. Der Basketball kam im letzten Viertel auch nicht zu kurz, wo Leo „Die Krake“ Schmidtke seine eigene Leistung krönte und Lichtenrade wiederholte Male den Spielaufbau zunichtemachte und nahezu jeden Ball stibitzte, der in seiner Nähe auf den Boden gesetzt wurde.

Der TuS Neukölln gewann am Ende 61:98, versank starke 13 Dreipunktewürfe und konnte in der zweiten Hälfte mehr Punkte erzielen, als sie letztes Jahr pro Spiel auflegten (65 Punkte).

Am kommenden Samstag den 28.09.19 kommt es in der ASO zum Kreuzkölln-Derby gegen Berlin Tiger: https://www.facebook.com/events/399854604060437/

Erscheint zahlreich, TuS Go!
Fabs

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