Unsere Ü35-Basketballerinnen haben es der Ü40 gleichgetan und kehrten mit Bronze von der Deutschen Meisterschaft in Rostock in die Hauptstadt zurück. Ein unvergessliches Wochenende voller Emotionen und Highlights:
Viele Wege führen nach Ro…stock
Unter diesem Motto machten sich neun Spielerinnen der MSG Neukölln/Wedding/Türkyemspor – liebevoll „NeuWeddiYemspor“ genannt – auf den Weg zur Ostsee. Ob mit dem Auto, Regionalexpress oder IC, alle fanden ihren Weg zur Sporthalle Jägerbäk. Gestärkt durch Kaffee, Powernaps oder Stretching-Einheiten ging es um 12 Uhr direkt ins erste Spiel gegen die MSG Oppenheim.
Gruppenspiele: Von Null auf Hundert
„Oppenheim who?“ – der kleine Ort in Rheinland-Pfalz hat es in sich! Bereits die ersten Minuten gegen das mit ehemaligen Bundesligaspielerinnen gespickte Team zeigten, dass uns ein harter Kampf bevorstand. Kein Team konnte sich zunächst absetzen. Almas Scouting-Report zeigte zur Halbzeit einen knappen Rückstand von 4 Punkten (ab dann brach das Scouting leider ab, wegen „2. Halbzeit hab ich nicht geguckt“). Oppenheim konnte die Führung in den letzten beiden Vierteln auf über 10 Punkte ausbauen. Trotz einer für das Turnier unüblichen Fullcourt-Defense und ein paar erfolgreichen Dreiern kam unsere Aufholjagd zu spät – der Sieg ging verdient an Oppenheim.
Mit der klaren Mission, als Gruppenzweite ins Halbfinale einzuziehen, gingen wir ins Spiel gegen MSG Leipzig. Schnell wurde deutlich, dass wir uns diesen Sieg nicht nehmen lassen würden. Schön war es nicht immer, aber der Sieg wurde souverän bis in die 28. Spielminute (verkürzte Turnierspielzeit 4×7 Minuten) verteidigt. Check!
Mit Blick auf die andere Gruppe stand lange nicht fest, auf wen wir im Halbfinale treffen würden. Der dramatische Dreiervergleich bescherte Kassel den ersten Platz der Gruppe und uns als Gegnerinnen im Halbfinale am Sonntagmorgen.
Ergebnisse der Gruppenspiele
- Spiel 1: MSG Neukölln – MSG Oppenheim 35:41
- Spiel 2: MSG Leipzig – MSG Neukölln 33:44
Halbfinale gegen Kassel
„Man fragt sich immer, woran es gelegen hat“. So richtig fanden wir nie ins Spiel, vor allem weil wir unser sonst so starkes Fastbreak-Spiel kaum umsetzen konnten. Ständig liefen wir einem Rückstand hinterher, der schnell zweistellig wurde. Nach dem Spiel war klar – Mund abputzen, abhaken und weitermachen, denn die Chance auf Bronze blieb uns erhalten.
- Halbfinale: SG Kassel – MSG Neukölln 43:29
Das kleine Finale mit großem Herz
Das Spiel um Platz 3 gegen Team Wolfenbüttel war an Spannung kaum zu überbieten. Mal waren es die Niedersächsinnen, die einen Run hinlegten, mal konterten wir mit Uptempo-Basketball. Entscheidend war der Einsatz im letzten Viertel, in dem wir keine Loose-Balls oder Rebounds kampflos hergaben. Die Jubelbilder nach dem Abpfiff sprechen Bände – pure Freude, Erleichterung und Stolz.
- Spiel um Platz 3: MSG Wolfenbüttel – MSG Neukölln 33:38
Wir gratulieren der MSG Oppenheim, die im Finale die SG Kassel deutlich besiegte.
Fazit: Schwere Beine, schwer abgeliefert
Erschöpft, aber überglücklich über den dritten Platz, ging es auf unterschiedlichsten Wegen wieder zurück nach Berlin. Unsere Bronze-Medaillen sorgten im Zug für Aufsehen, und das zurecht.
Ein herzliches Dankeschön an die Rostock Seawolves, die ein erstklassiges Turnier auf die Beine gestellt und mit einer Bootsfahrt für alle Teams ein besonderes Highlight außerhalb der Courts geboten haben.
Für „NeuWeddiYemspor“ spielten Babs, Esther, Franzi, Gesa, Heike, Hilu, Janina, Jacqueline, Johanna, Antje sowie mit von der Partie und bester Fanblock die Kinder Alma, Rita, Anna und Nikola.