Letzte Saison verwandelte sich der ASO Dome nicht nur wieder in eine heißesten Arenen der Stadt, sondern auch in eine Filmkulisse junger Studierender der MetFilm School. Daraus entstanden zwei Produktionen – Neukölln-Style! Eine davon können wir nun präsentieren: Durch die Decke von Kai Morgan starring die Damen 1.

Worum geht’s?

Neukölln – Frauen – guter Basketball. Begriffe, die nicht oft im gleichen Satz fallen. Aber genau darum geht es in der Doku. In einem Bezirk, der in der Öffentlichkeit nicht gerade das beste Image hat, gibt es einen Verein, der eines ganz besonders hat: Herz. Und was alle Menschen, die dort spielen, vereint, ist die Liebe zu einem besonderen Sport:  Basketball. Das Team der Damen 1 um Langzeitcoach Jan Michaelis lebt für diesen Sport, für dieses Team, für diese Gegend. Carmen, Ilo und Esther erzählen aus ihren so unterschiedlichen Lebenssituationen, was das Team, den Bezirk, den Sport für sie so besonders macht und was uns am Ende alle vereint.

Wie es begann

Anfang 2024 schickte Jojo mir einen Link zu einer Ausschreibung der MetFilm School. Die Schule suche nach Projekten, Unternehmen, Organisationen, die sich für Filmproduktionen von Masterstudierenden vorstellen möchten. Wir: „Das klingt gut, vielleicht kann es dem Verein helfen.“ Eine E-Mail und wenige Tage später erhielten wir die Nachricht, dass wir uns pitchen können. Jojo übernahm die Aufgabe und war erfolgreich. Zwei Studierende hatten Lust, über uns ihre Projektarbeit zu machen. Und dann ging alles schnell: zwei Wochen nach unserer Vorstellung präsentiereten Julia und Kai Jojo und mir ihre Filmideen. Der eine Film: eine Doku, der andere: ein Image-Clip.

Als würden wir uns schon mehrere Jahre kennen, verbrachten wir mit Kai und Julia den einen oder anderen Abend, beantworteten ihnen Fragen, sahen beim Training und bei den Spielen zu. Ein gemeinsames Ende im Promanadeneck durfte für die traditionelle TuS-Neukölln-Damen-1-Experience natürlich auch nicht fehlen. Ehe man sich versah standen sie mit einem ganzen Team von Kamera-Personen, Ton, Regie und allem Dazugehörigen in der Halle und hielten die schönsten Momente der Saison fest.

Und jetzt?

„Warum wollten wir das machen?“, könnte man fragen. Die Antwort ist klar und lässt sich nicht zuletzt auch in den letzten Wochen, Monaten – vielleicht sogar 1-2 Jahren – in der Medienlandschaft im Sport erkennen: Sichtbarkeit für Frauensport, für Freizeitsport, der sehr viel mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung ist, für einen Bezirk, der sehr viel mehr zu bieten hat als Negativschlagzeilen und Vorurteile. Wir spielen in der 1. Regionalliga. Über uns: die Bundesliga. Wir sind ein self-made Club, der Wert darauf legt, möglichst niedrigschwellig Basketballtraining anzubieten. Basketball ist nicht nur was für Jungs, sondern auch für Mädchen. Basketball ist Sport, ist Familie, ist Freund*innen, ist Lifestyle. DAS leben wir beim TuS.

Mit Kai und Julia können wir das nach außen tragen. Mit ihnen haben wir nicht nur zwei Filmproduktionen für den Verein erhalten, wir haben auch zwei begeisterte, kreative und wahnsinnig liebenswerte Menschen kennengelernt, die für das brennen, was sie machen – genau wie wir. Tausend Dank an euch und auch an alle anderen Unterstützer*innen, die bei den Produktionen geholfen haben. Es hat uns super viel Freude bereitet und wir hoffen, mit euch im ASO-Dome, am Späti oder im Promenadeneck weitere Abende teilen zu können.

Jule

Durch die Decke

Behind the scenes