Ausdauer gefragt – nicht nur beim Berlin Marathon

Am Wochenende beheimatete Berlin mal wieder ein Sportevent der Güteklasse A. Die gesamte Stadt war sprichwörtlich auf den Beinen, denn das altehrwürdige Kreuzkölln Kiez-Derby stand an.

Die Berlin Tiger gastierten in der Albert-Schweitzer-Oberschule. Eine Besonderheit des Duells in dieser Saison ist, dass die Kreuzberger Nachbarn indirekt mit dem Aufschwung der Neuköllner verbunden sind. Im Sommer wechselten u.a. mit Max „And-One“ Schmidtke und Otto „Boban“ Pagel zwei Säulen des letztjährigen Erfolgs auf die andere Seite des Hermannplatzes.

Pünktlich um 17:30 Uhr richteten sich alle Augen in der Halle auf das orangene Leder und wer nicht vor Ort sein konnte, machte es sich daheim an den Rundfunkgeräten bequem.
Früh im Spiel zeichnete sich bereits ab, dass im Gegensatz zu den vorangegangenen Wochen die Heimmannschaft ihr schnelles Offensivspiel nicht wie gewohnt aufziehen konnte. Neukölln ging mit gerade einmal vier verwandelten Würfen und einem 9:10 Rückstand in die erste Viertelpause.
Durch fortwährende Spielerwechsel kam nun auch ein besserer Fluss in die Neuköllner Offensive, wenngleich man auch nicht für Entlastung sorgen konnte. Beim Stand von 24:23 baten die Schiedsrichter dann zum Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Tiger einen aggressiveren Basketball und drehten früh im dritten Viertel den Spielstand und Neukölln lief fortan einem Rückstand hinterher. Die Tiger zogen viele Fouls und gingen im dritten Viertel auf diese Weise insgesamt 13 Mal an die Freiwurflinie, wovon sie jedoch nur acht verwandeln konnten. Eine Schwäche, die an diesem Abend noch eine folgenreiche Rolle spielen sollte.
Erst im Laufe des letzten Spielabschnitts schaffte es Neukölln wieder einen Führungswechsel herbeizuführen.

In der Crunchtime konnte Onni „Die Hundelunge“ Schönwälder durch einen Korbleger plus Foul den Vorsprung sogar auf vier Punkte ausbauen. Doch die Nummer 8 der Gäste antwortete kurz darauf mit einem Dreier. Nachdem der TuS den letzten eigenen Angriff unglücklich herschenkte, konnte die Nummer 8 im direkten Gegenzug auf dem Weg zum Korb nur durch ein Foul gestoppt werden. Er ging beim Stand von 53:52 und 0,5 Sekunden verbleibend für zwei Freiwürfe an die Linie.

Die Kreuzberger hatten den Sieg nun in den eigenen Händen. Wenn man sich jedoch beim TuS Neukölln auf eines verlassen kann, sind es lautstarke Zuschauer, die ihr letztes Bier für einen Sieg ihrer Mannschaft hergeben würden. Und so kam es, dass die Tiger unter grölenden Einsatz der Neuköllner Anhänger nur einen Freiwurf verwandeln konnten und beide Teams in die Overtime gingen.

In der Overtime nahm dann Schmidtke Senior das Zepter in die Hand und erzielte sechs der letzten sieben Neuköllner Punkte. So konnte am Ende der TuS Neukölln das Kreukölln Kiez-Derby mit 60:57 für sich entscheiden und bleibt auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen.

 

Am Sonntag den 6. Oktober um 16 Uhr empfangen die Herren I den Berliner SC.

 

Erscheint zahlreich, TuS GO!

Fabs

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